Versorgungssicherheit

Wir erklären, welche Maßnahmen Versorgungssicherheit unterstützen und wie Fachkreise das Risiko eines Blackouts einschätzen.

Informationen zur Versorgungssicherheit


Netzbetreiber wie die naturenergie netze GmbH stellen die notwendige Infrastruktur für die sichere Stromversorgung bereit. Die kalte Jahreszeit und aktuelle Diskussionen wecken bei vielen Menschen Fragen zur Versorgungssicherheit. Nach Einschätzung der Fachkreise ist das Risiko eines großflächigen Ausfalls derzeit als sehr gering einzustufen. Nachfolgend finden Sie Informationen zu Begriffen wie „Blackout“ und „Brownout“ sowie zu Mechanismen, die zur Stabilität des Stromnetzes beitragen.

Was versteht man unter Blackout und Brownout?

Blackout

Ein Blackout bezeichnet den großflächigen und unkontrollierten Zusammenbruch der Stromversorgung. Er lässt sich nie vollständig ausschließen, gilt aber nach derzeitiger Experteneinschätzung als sehr unwahrscheinlich. Ursachen können z. B. wetterbedingte Ereignisse, Schäden an Übertragungsleitungen oder Cyberangriffe sein.

Brownout

Unter einem Brownout versteht man bewusst gesteuerte, geografisch begrenzte Stromabschaltungen (rollierende Lastabschaltungen), die in Ausnahmefällen angeordnet werden, um das Stromnetz zu stabilisieren. Diese Maßnahmen erfolgen zeitlich befristet (in der Regel unter 90 Minuten pro Gebiet).

Warum gelten großflächige Ausfälle derzeit als unwahrscheinlich?


Die Übertragungsnetzbetreiber setzen verschiedene Mechanismen ein, um die Stabilität des Energiesystems zu gewährleisten. Dazu gehören Lastmanagement, Netzreserven und die Zusammenarbeit im europäischen Verbundsystem. Rollierende Abschaltungen sind ein letzter Schritt, um eine unkontrollierte Instabilität zu verhindern.

Im Ernstfall verhindern effektive Sicherheitsmechanismen und die europäische Zusammenarbeit einen unkontrollierten Ausfall.

Mit folgenden Maßnahmen stellen die Verteilnetzbetreiber die Stromversorgung sicher:

Verbundleitstelle (24/7)

In der Verbundleitstelle in Rheinfelden überwachen Mitarbeitende an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr den Betrieb des Stromnetzes. Über das Leitsystem können Netzzustände geprüft und Schaltungen ferngesteuert werden.

Rollierende Lastabschaltungen (im Ausnahmefall)

Wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind, koordinieren die Übertragungsnetzbetreiber Abschaltungen mit nachgelagerten Verteilnetzbetreibern. In diesem Fall werden Netzbereiche für kurze Zeit (in der Regel 90 Minuten) abgeschaltet.

Störungen melden

Netzstörungen können trotz aller Vorsorgemaßnahmen auftreten. Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer interaktiven Störungskarte. Außerdem können Sie rund um die Uhr online oder telefonisch eine Störung melden.